Rohrsanierung bei undichten Stellen: Verfahren & Lösungen

Michael Weber 08. April 2026

Undichte Stellen in Rohrleitungen führen zu erheblichen Schäden. Eine zeitnahe Rohrsanierung bei undichten Stellen schützt Gebäude und Umwelt vor weiteren Folgekosten.

Was versteht man unter Rohrsanierung?

Die Rohrsanierung bei undichten Stellen bezeichnet die fachgerechte Behebung von Schäden an Rohrleitungen. Dabei kommen verschiedene Verfahren zum Einsatz, abhängig vom Schadensbild, dem Rohrmaterial und der Zugänglichkeit.

Häufige Ursachen für Undichtigkeiten

  • Korrosion durch aggressive Abwässer oder Bodenbeschaffenheit
  • Wurzeleinwuchs in Beton- oder Tonrohren
  • Risse durch Setzungen oder mechanische Belastung
  • Alterung der Dichtungen und Verbindungsstellen
  • Falsche Montage mit unzureichenden Gefälle

Erkennung von Leckagen im Kanalsystem

Bevor eine Rohrsanierung bei undichten Stellen durchgeführt werden kann, muss das Problem genau lokalisiert werden. Moderne Inspektionstechnologien ermöglichen eine präzise Schadensanalyse.

Kanalkamera-Inspektion

Mit speziellen Kamerasystemen inspizieren Experten das gesamte Leitungsnetz. Die Aufnahmen zeigen:

  • Genaue Position der Schadstelle
  • Art und Ausmaß des Defekts
  • Zustand der Rohrwandungen

„Eine Kamera-Inspektion ist der wichtigste Schritt vor jeder Sanierungsmaßnahme.“

Druck- und Dichtheitsprüfung

Nach DIN EN 1610 werden Dichtheitsprüfungen durchgeführt. Dabei wird die Leitung mit Wasser oder Luft unter Druck gesetzt und der Druckverlust überwacht.

Sanierungsverfahren im Überblick

Je nach Befund kommen unterschiedliche Methoden zur Rohrsanierung bei undichten Stellen infrage.

1. CIPP-Liner-Verfahren (Schlauchlining)

Das Schlauchlining ist das häufigste grabenlose Sanierungsverfahren:

  1. Ein flexibler Schlauch wird in das beschädigte Rohr eingezogen
  2. Durch Druckeinblasen wird er an die Rohrwand gepresst
  3. Nach Aushärtung entsteht ein neues Rohr im alten Rohr
  4. Die Lebensdauer verlängert sich um 50+ Jahre

Vorteile:

  • Keine Erdaushubarbeiten nötig
  • Schnelle Durchführung (oft innerhalb eines Tages)
  • Hohe Wirtschaftlichkeit bei langen Strecken

2. Kurzrohrsanierung (Patch-Reparatur)

Bei lokalen Schäden bietet sich die Patch-Reparatur an:

  • Geeignet für punktuell begrenzte Defekte bis ca. 1 Meter Länge
  • GFK-Kurzliner wird an der Schadstelle platziert und ausgehärtet
  • Minimale Eingriffe, maximale Effizienz

3. Offene Bauweise (Austausch)

Bei schweren Schäden ist ein vollständiger Austausch erforderlich:

Kriterium Liner-Methode Offene Bauweise
Kosten Niedrig Hoch
Dauer Kurz Lang
Eingriff Minimal Groß
Haltbarkeit 50+ Jahre 80+ Jahre

Materialwahl bei Neuverlegung

Bei einer offenen Rohrsanierung bei undichten Stellen kommen überwiegend folgende Materialien zum Einsatz:

Betonrohre: Robust, langlebig, für Hauptkanäle ideal. Gussrohre: Korrosionsbeständig, hohe mechanische Festigkeit. Kunststoffrohre (PE/PVC): Chemikalienresistent, flexibel, leicht zu verarbeiten.

Kostenfaktoren einer Rohrsanierung

Die Ausgaben für eine Rohrsanierung bei undichten Stellen hängen von mehreren Faktoren ab:

  1. Verfahrenswahl: Grabenlose Methoden sind oft kostengünstiger.
  2. Rohrdurchmesser: Größere Querschnitte erfordern mehr Material.
  3. Zugänglichkeit: Tiefliegende oder schwer erreichbare Leitungen erhöhen den Aufwand.
  4. Umweltbedingungen: Grundwasserstand und Bodeneigenschaften beeinflussen die Planung.
  5. Vorhandene Infrastruktur: Überbauungen oder nahe Versorgungsleitungen erschweren die Arbeit.

Fazit: Handeln statt warten

Eine professionelle Rohrsanierung bei undichten Stellen verhindert teure Folgeschäden. Vertrauen Sie auf Expertenwissen für nachhaltige Lösungen. Unser Service Rohrreinigung Unterwasser bietet Ihnen umfassende Unterstützung.